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	<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 19:44:41 +0000</pubDate>
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		<title>Die &#8216;Käseglocke&#8217; - ein Dresdner Wahrzeichen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 20:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Als die &#8216;Käseglocke&#8217; 1928 als Straßenbahnwartehäuschen und Zugang zur unterirdischen Toilette gebaut wurde, war sie einer der letzten Neubauten am Dresdner Postplatz vor dem zweiten Weltkrieg. Ungemein charmant verbindet das kleine Gebäude mit seinem klaren kreisrunden Grundriss, der schmucklosen,  von großen Fensterflächen geprägten Fassade und dem chinoisen Dachaufsatz den Anspruch der klassischen Moderne mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als die &#8216;Käseglocke&#8217; 1928 als Straßenbahnwartehäuschen und Zugang zur unterirdischen Toilette gebaut wurde, war sie einer der letzten Neubauten am Dresdner Postplatz vor dem zweiten Weltkrieg. Ungemein charmant verbindet das kleine Gebäude mit seinem klaren kreisrunden Grundriss, der schmucklosen,  von großen Fensterflächen geprägten Fassade und dem chinoisen Dachaufsatz den Anspruch der klassischen Moderne mit dem Flair der Dresdner Altstadt. Diesem Kontrast des modernen Unterbaus mit dem ganz anders gearteten, wie ein Fremdkörper wirkenden Dachaufsatz verdankt das Gebäude auch den leicht befremdlichen Namen &#8216;Käseglocke&#8217;.</p>
<p>Dieser Zwitter aus Tradition und klassischer Moderne ist der letzte historische, unmittelbar am Postplatz gelegene Bau. Jahrzehnten lang war die &#8216;Käseglocke&#8217; der Ruhepol inmitten des chaotischen Gewirrs aus Straßenbahngleisen am Postplatz. Mit dem Neubau der zentralen Straßenbahnhaltestelle steht der Bau funktionslos inmitten des heute völlig strukturlosen Postplatzes.</p>
<p>Nach der Expo Real in München kam es in den letzten Jahren stets zur Ankündigung von Realisierungsvorhaben von Hotelneubauten, Seniorenheimen, Riesenaquarien etc. am Postplatz. Die diesjährige Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien findet vom 6. bis 8. Oktober in statt. Auch in diesem Jahr steht der Postplatz &#8216;zum Verkauf&#8217;.</p>
<p>Während sich die &#8216;Käseglocke&#8217; heute inmitten der Leere zu behaupten hat, könnte hier schon bald ein lebendiger Platz entstehen.</p>
<p style="text-align: right;">Michael Brey</p>
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		<title>Der Blüherpark - Denkmal zwischen den Welten</title>
		<link>http://brey-kunstkultur.de/blog/2008/09/08/der-blueherpark-denkmal-zwischen-den-welten/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 20:07:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Architektur]]></category>

		<category><![CDATA[Gärten]]></category>

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		<description><![CDATA[Einige hundert Meter außerhalb der sicheren Stadtmauer ließ sich Freiherr von Rechenberg 1639 einen Garten und eine ländliche Schlossanlage bauen. Günstig war die Lage am Kaitzbach, der den Garten und das Schlösschen mit gesundem Wasser versorgte, bevor es in der Stadt Dresden mit Fäkalien und Müll verunreinigt wurde.  Mehr Bilder
Heute kaum vorstellbar, diente der Garten seit 1682 unter seinem neuen Besitzer Johann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://brey-kunstkultur.de/pics-album/dresden-zinzendorfpalais-8.jpg" alt="Dresden, Zinzendorfpalais" width="300" height="225" />Einige hundert Meter außerhalb der sicheren Stadtmauer ließ sich Freiherr von Rechenberg 1639 einen Garten und eine ländliche Schlossanlage bauen. Günstig war die Lage am Kaitzbach, der den Garten und das Schlösschen mit gesundem Wasser versorgte, bevor es in der Stadt Dresden mit Fäkalien und Müll verunreinigt wurde.  <a title="Dresden, Zinzendorfpalais" href="http://brey-kunstkultur.de/galerie/dresden-zinzendorfpalais-080929.htm">Mehr Bilder</a></p>
<p>Heute kaum vorstellbar, diente der Garten seit 1682 unter seinem neuen Besitzer Johann Georg III. für aufwendige höfische Festlichkeiten. So wurden auf einem 280 m langen Kanal Gondelfahrten veranstaltet. Sechs Jahre später schenkte der Kurfürst einen Teil des Gartens der Hofdame Margarete Susanne von Zinzendorf, einer Geliebten des Kurfürsten. So erhielt die Anlage den Namen &#8216;Zinzendorfscher Garten&#8217; ohne dass die Namensbezeichnung auf den Begründer der Herrnhuter Brüdergemeinde, den Grafen Zinzendorf, Bezug nimmt. Formal gesehen erlebte die Anlage zu dieser Zeit den Höhepunkt ihrer Bedeutung. Sie war neben dem neu entstehenden Großen Garten der Hauptschauplatz bedeutender Festlichkeiten im ländlichen Bereich außerhalb der Stadt Dresden.</p>
<p>Dann kommt die Katastrophe des Siebenjährigen Krieges. Der Große Garten und der Zinzendorffsche Garten werden von den kriegerischen Ereignissen enorm in Mitleidenschaft gezogen.</p>
<p>So beginnt mit dem neuen Besitzer Johann Georg Chevalier de Saxe 1764 eine neue Ära des Gartens. Der Kanal wird eingeebnet und ein ins Landschaftliche aufgelöster französischer Garten angelegt. Nur kurze Zeit später führt Johann August Giesel den Kaitzbach in der Hogarthschen &#8216;line of beauty&#8217; in kleinteiligen, artifiziellen Windungen durch den Garten. Zahlreiche Kleinarchitekturen entstehen, die ganz die litarisch induzierte Natursehnsucht des höfischen Publikums reflektieren. EIne Eremitage mit Hauskapelle entsteht 1779, der Besucher kann über das der antiken Architektur inhärente Naturparadigma beim Anblick eines im Wasser versunkenen antiken Tempels reflektieren. Natürlich besaß der Garten auch die unumgänglich notwendigen Accessoires wie Volieren und unterschiedlichen Themen und Funktionen gewidmete Pavillions.</p>
<p>Hatten im 18. Jahrhundert noch Kriege die alten Städte zerstört, so übernahm im 19. das Bevölkerungswachstum diese Aufgabe. Ende der 1880er Jahre entsteht eine Ost-West Magistrale in der Dresdner Altstadt, der der nördliche Teil des Gartens zum Opfer fällt. Einer der Torpavillons von 1889 ist noch nördlich des Hygienemuseums vorhanden (<a title="Dresden, Zinzendorfpalais" href="http://brey-kunstkultur.de/galerie/dresden-zinzendorfpalais-080929.htm">Foto</a>). Im Jahre 1888 wurde der nördliche Teil des Gartens wegen des Baus der Johann-Georgen-Allee verkauft.</p>
<p>Vierzig Jahre später führt der Bau des Hygienemuseums (<a title="Dresden, Zinzendorfpalais" href="http://brey-kunstkultur.de/galerie/dresden-zinzendorfpalais-080929.htm">Foto</a>) zur Auflösung des südlichen Fragments des Gartens. Die Stadt Dresden hatte damals 3ha Land des Gartens erworben, um das Museum auf der Fläche bauen zu können.</p>
<p>Das von Krubsacius ab 1764 erbaute Palais sowie der Rest des unter dem Namen &#8216;Blüherparks&#8217; zum Volksgarten umgestalteten ehemaligen Zinzendorffschen Gartens werden im zweiten Weltkrieg zerstört und samt der erhaltungsfähigen künstlichen Ruine 1963 abgetragen. Zahlreiche Vasen aus der Gartenanlage stehen heute im Großen Garten. Die Stadt befindet sich im Gespräch mit dem Land über die notwendige Umsetzung der Skulpturen auf städtischen Grund in den Blüherpark.</p>
<p>70.000 Euro wurden für die Rekonstruktion des südlichen Abschnitts des Blüherparks aus EU-Mitteln aufgewendet, 200.000 Euro kamen aus dem städtischen Haushalt. DIe Rekonstruktion von vier barocken Figuren sind durch den Nachlass einer ehemaligen Dresdnerin in Höhe von 230.000 Euro finanzierbar.</p>
<p>Die Rekonstruktion des Gartens hat im Wesentlichen die Fassung von 1930 zum Ziel. Eine Wiederherstellung des nördlichen Parkanteils soll folgen.</p>
<p>Einmal mehr macht sich die spezifische Denkmalsqualität Dresdner Artefakte im Umfeld der &#8216;historischen&#8217; Altstadt bemerkbar. Es sind Denkmale, die zum Sehen des Unsichtbaren erziehen.</p>
<p>Michael Brey</p>
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		<title>Böttgers Flucht</title>
		<link>http://brey-kunstkultur.de/blog/2008/09/07/johann-friedrich-boettgers-flucht/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 21:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Personen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Johann Friedrich Böttger von August dem Starken nach Dresden verbracht wurde, war er  noch nicht einmal 20 Jahre alt. Sein kurzes Leben allerdings bot schon jetzt ausreichend Stoff für einen spannenden historischen Roman.
Als Sohn des Münzmeisters von Schleiz war Böttger 1682 geboren worden. Seine Eltern verließen allerdings schon bald Schleiz. Böttger ist noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Johann Friedrich Böttger von August dem Starken nach Dresden verbracht wurde, war er  noch nicht einmal 20 Jahre alt. Sein kurzes Leben allerdings bot schon jetzt ausreichend Stoff für einen spannenden historischen Roman.</p>
<p>Als Sohn des Münzmeisters von Schleiz war Böttger 1682 geboren worden. Seine Eltern verließen allerdings schon bald Schleiz. Böttger ist noch nicht einmal ein Jahr alt. Noch eingreifender als der Ortswechsel in das von der Pest und anderen Seuchen geplagte Magdeburg, wirkte sich der Tod des Vaters kurz nach dem Umzug aus. Wie verzweifelt musste Ursula Böttger nach einem möglichen Ausweg aus der Misere gesucht haben.</p>
<p>Böttgers Mutter heiratete schon bald wieder. Drei Jahre waren seit dem Tod des Ehemannes vergangen, als Johann Friedrich Tiemann als neuer Stiefvater ins Leben Böttgers trat. Es scheint, dass Tiemann seinen Stiefsohn in außergewöhnlicher Weise förderte. Tiemann selbst war Beamter beim Festungsbauwesen in Magdeburg und vermittelte dem begabten Jungen schon früh tiefgehende naturwissenschaftliche Kenntnisse. Die Entscheidung Böttger im zarten Alter von 14 Jahren nach Berlin in die Lehre des Apothekers Zorn zu geben, belegt das Vertrauen von Mutter und Stiefvater in die Fähigkeiten des Kindes. Die Apotheke von Zorn lag dicht neben der Nikolaikirche in Berlin.</p>
<p>Während die Vorstellungen der Eltern sicher darauf hinausgingen, dass er Arzt wird, beginnt sich Böttger in Berlin immer mehr für die Alchemie zu interessieren. Vor dem Leipziger Tor experimentierte damals Christian Siebert, der auf der Suche nach dem Stein des Weisen war. Böttger verlässt schon nach zwei Jahren die Zornsche Apotheke, kehrt aber auf dem Weg nach Breslau um. EIn Jahr später verlässt er wieder die Apotheke von Zorn. Vermutlich beeinflusst von Siebert, war Böttger selbst in den magischen Strudel der jahrhundertealten Suche nach dem Stein des Weisen geraten. Als er dann den vermeintlich griechischen Mönch Lascaris kennenlernte, gab dieser ihm eine &#8216;Rote Tinktur&#8217;. Diese sollte die Transmutation, also die Verwandlung von Grundmetallen in Gold, möglich machen.</p>
<p>In der Apotheke seines Lehrmeisters Zorn belegt Böttger am 1. Oktober 1701 seine Fähigkeit Gold herzustellen. Er hatte silberne Münzen in solche aus Gold verwandelt.</p>
<p>Als der preußische König auf Böttger aufmerksam wird, lädt er ihn in das Berliner Schloss vor. Böttger weiß, was mit hochstapelnden Alchemisten geschieht. Ihnen droht die Folter oder gar die Todesstrafe. So flieht er ins sächsische Wittenberg zu seinem Onkel Kirchmeier. Böttger wird nun zum Grund politischer Verwicklungen zwischen Preußen und Sachsen.</p>
<p>Der preußische König schickt Soldaten nach Wittenberg, die Böttger zurückbringen sollen. Der Amtshauptmann Wittenbergs hat Böttger allerdings festsetzen lassen und verweigert die Herausgabe Böttgers an die Preußen.  Böttger sei in Schleiz geboren und damit sächsischer Staatsbürger. Am 20. November veranlasst August d. Starke in einem Schreiben einen seiner engsten Vertrauten, Egon von Fürstenberg, die Verlagerung des vermeintlichen Goldmachers aus Wittenberg ins sichere Dresden.</p>
<p>Dort trifft Böttger nur knapp 2 Monate nach seinem berühmt gewordenen Berliner Transmutationsversuch am 29. November ein. Direkt an der heutigen Brühlschen Terrasse befand sich damals das Palais des Statthalters von Fürstenberg, wo Böttger zusammen mit den Bergleuten Pabst von Ohain und Dr. Nehmitz eingesperrt wird. Der Statthalter und die beiden Bergleute sollen die Glaubwürdigkeit Böttgers prüfen. Böttger kann den Statthalter von seinen Fähigkeiten überzeugen. Damit beginnt die Tragödie von Böttgers Leben und die Geburt des Europäischen Hartporzellans.</p>
<p>Michael Brey</p>
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		<title>Neue Zahlen vom Dresdner Hotelmarkt</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 15:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[2006 war ein Ausnahmejahr für den Tourismus in Dresden. Die Frauenkirche ist Ende 2005 eröffnet worden, was sich auf die Tourismuszahlen erst 2006 positiv auswirken konnte. Am 11. September 2006 kommt die Eröffnung des historischen Grünen Gewölbes hinzu. Es schien, dass sich nach dem verheerenden Einbruch des Reiseverkehrs in Dresden in Folge der Flut 2002 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2006 war ein Ausnahmejahr für den Tourismus in Dresden. Die Frauenkirche ist Ende 2005 eröffnet worden, was sich auf die Tourismuszahlen erst 2006 positiv auswirken konnte. Am 11. September 2006 kommt die Eröffnung des historischen Grünen Gewölbes hinzu. Es schien, dass sich nach dem verheerenden Einbruch des Reiseverkehrs in Dresden in Folge der Flut 2002 nun wahrhaft die Schleusen geöffnet hätten zu besseren Tourismuszahlen.</p>
<p>Nun war aber schon im letzten Jahr ein wenig der Katzenjammer zu spüren, als die neuesten Zahlen der ankommenden und der übernachtenden Reisegäste veröffentlicht wurden. Die Rückgänge wurden hinwegerklärt mit dem Verweis auf den Ausnahmecharakter des Tourismusjahres 2006. Ein Jahr später wiederum gilt dieses Deutungsmuster nicht mehr. Denn 2007 war kein Ausnahmejahr und dennoch fielen entscheidende Kennzahlen für das erste Halbjahr 2008 bereits jetzt verheerend aus.</p>
<p>Im neuesten Report des Unternehmens PKF hotelexperts über den deutschen Hotelmarkt (<a href="http://www.pkfhotels.com/">http://www.pkfhotels.com/</a>) fiel die Zimmerbelegung im ersten Halbjahr 2008 (57,9 %) um knapp 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 1. Halbjahr 2007 (67,3%). Während die Zimmerbelegung im Vergleichszeitraum etwa in Leipzig um über 4% zunahm (1. Halbjahr 2007: 64,4 % / 1. Halbjahr 2008: 68,7%) hatte Dresden sich völlig entgegen dem Trend entwickelt. Der RevPar sei in Dresden gar um 16 % gefallen, während er in Leipzig, Berlin, Düsseldorf, Nürnberg, Stuttgart und den meisten andern Schwergewichten unter den wichtigsten Destinationen für Städtereisen in Deutschland kräftig gestiegen sei. In Düsseldorf als Spitzenreiter unter den RevPar-Zuwächsen legte der Wert um über 50% zu. Neben Dresden ist nur in München unter den 10 wichtigsten städtischen Tourismusdestinationen in Deutschland der RevPar mit knapp über 6% gesunken. Dresden hält für das erste Halbjahr 2008 allerdings leider den Negativrekord.</p>
<p>Was wird eigentlich mit dem RevPar als Kennzahl kommuniziert? Der Revpar gibt den Erlös pro verfügbarem Zimmer an. Mit diesem Wert kann man Hotels unterschiedlicher Größe vergleichen und erhält so einen validen Überblick über den gesamtdeutschen Hotelmarkt. Nehmen wir ein rechnerisch leicht nachzuvollziehendes Beispiel: Von den 100 Zimmern eines Hotels sind 50% belegt. Der Durchschnittspreis aller Zimmer beträgt 100,- Euro. Der Tageserlös von 5.000 Euro wird nun durch die Gesamtzahl der verfügbaren Zimmer geteilt und so erhält man den RevPar, die &#8216;revenue per available room&#8217; (= Umsatz je verfügbarem Raum).</p>
<p>Nun lag der Revpar für den Dresdner Hotelmarkt mit 54,53% für das erste Halbjahr 2007 eher im Mittelfeld in Deutschland. Der Spitzenreiter München etwa verfügte im Vergleichszeitraum über einem RevPar von 78,17. Leipzig lag übrigens abgeschlagen bei 37,76. Nur noch Dortmund war vergleichbar mit Leipzig unter den ersten Zehn des deutschen Städtetourismus mit einem RevPar von 37,05. Dortmund und Leipzig lagen für das erste Halbjahr 2008 gleichauf mit einem RevPar von knapp über 43. Während also Dortmund und Leipzig stark zugelegt hatten fiel der RevPar in Dresden von 54,53 auf 45,82, Tendenz wohl weiter fallend.</p>
<p>Und hier kommen wir zum Hauptpunkt. Auch wenn der RevPar ein durchaus volatiler Wert ist und ständigen, zuweilen sehr hohen Schwankungen unterliegt, so wird sich für Dresden in absehbarer Zeit wenig ändern. Das Signal in die falsche Richtung ist die öffentliche Förderung des Beherbungssektors in Dresden. Damit wird sich der Dresdener Hotelmarkt strukturell weiterhin in die falsche Richtung bewegen. </p>
<p>Aufgrund von beträchtlichen Investionszulagen wächst der Dresdner Hotelmarkt derzeit über die Maßen stark. Der Neubau von Hotels wird bis zum 31.12.2009 (Investionsbeginn; Abschluss 01.01.2010) mit erheblichen Zulagen gefördert. So werden bis Anfang nächsten Jahres trotz der mittelfristig trüben Aussichten für den Hotelmarkt in Dresden zahlreiche weitere Herbergen entstehen. Alleine der neue PKF Report lässt alle Alarmglocken klingeln. Entstehen weitere Beherbergungsstätten, werden die Hotels weitaus weniger Zimmer als bisher vermieten können oder den Preis pro Zimmer herabsetzen, um wenigstens die Auslastung zu halten und mit positiver strategischer Ausrichtung auf dem Markt platziert zu sein.</p>
<p>Damit wird sich in den nächsten Jahren das Profil der Nachfrage nach Dresdenreisen ändern. Es werden zunehmend weniger Gäste die Stadt aufgrund ihres kulturellen Gehalts besuchen. Semperoper, Grünes Gewölbe und Frauenkirche werden zwar weiter wichtige Faktoren für die Kaufentscheidung einer Dresdenreise bleiben. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Übernachtungsgäste wird der Anteil der Kulturreisenden allerdings merklich abnehmen.  </p>
<p>Michael Brey</p>
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		<title>Trübe Aussichten an der Elbe</title>
		<link>http://brey-kunstkultur.de/blog/2008/07/06/trube-aussichten/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 18:02:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das befürchtete Finale war doch nur ein Halbfinale, allerdings mit klarem Ausgang. Die Unesco hat Dresden noch nicht den Welterbetitel abgesprochen, wird dies allerdings im Sommer 2009 tun. Am Freitag Nacht (4.07.08) wurde die überraschende Nachricht publik, dass die Stadt noch ein Jahr auf der Liste der gefährdeten Welterbestätten verbleiben wird. Für den weiteren Erhalt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="vertical-align: middle;" src="http://www.brey-kunstkultur.de/pics/waldschloesschenbruecke_080703.jpg" alt="Waldschlösschenbrücke Dresden am 3.07.08" width="350" height="263" /></p>
<p>Das befürchtete Finale war doch nur ein Halbfinale, allerdings mit klarem Ausgang. Die Unesco hat Dresden noch nicht den Welterbetitel abgesprochen, wird dies allerdings im Sommer 2009 tun. Am Freitag Nacht (4.07.08) wurde die überraschende Nachricht publik, dass die Stadt noch ein Jahr auf der Liste der gefährdeten Welterbestätten verbleiben wird. Für den weiteren Erhalt des Welterbetitels fordert die Unesco allerdings den sofortigen Baustopp der Brücke und den Rückbau der bereits begonnenen Maßnahmen. Die designierte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) lässt keinen Zweifel an ihrer Haltung zu dieser Entscheidung: &#8220;Für mich ist der Beschluss verbunden mit dem Titelverlust. Es ist doch unrealistisch, eine halbfertige Brücke zurückzubauen und den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.&#8221; (DNN, 5./6.07.08) Aufgrund einer ähnlich starren und phantasielosen Haltung wurden auch in der Vergangenheit von Seiten der Staatsregierung alle Optionen verspielt, Handlungsspielraum gegenüber der Unesco zu gewinnen. Dieser Politikstil scheint im August auch im Dresdner Rathaus Einzug zu halten.</p>
<p style="text-align: right;">Michael Brey</p>
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		<title>Dresden im Finale - Die Waldschlösschenbrücke</title>
		<link>http://brey-kunstkultur.de/blog/2008/07/01/dresden-im-finale-die-waldschlosschenbrucke/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 21:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Architektur]]></category>

		<category><![CDATA[Orte]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wurden die Fußballhelden der Europameisterschaft, die am Ende doch verloren, in Berlin am Brandenburger Tor von mehr als 100 000 Menschen gefeiert.
Auch Dresden steht in dieser Woche ein Finale bevor. Anders als unsere Fußballer wird Dresden sich am Ende aber nicht darüber wundern können, wie es gesiegt und doch verloren hat. Nicht siegessicher gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wurden die Fußballhelden der Europameisterschaft, die am Ende doch verloren, in Berlin am Brandenburger Tor von mehr als 100 000 Menschen gefeiert.</p>
<p>Auch Dresden steht in dieser Woche ein Finale bevor. Anders als unsere Fußballer wird Dresden sich am Ende aber nicht darüber wundern können, wie es gesiegt und doch verloren hat. Nicht siegessicher gehen wir in dieser Stadt in dieses Finale. Wenn uns eines gewiß ist, dann ist es die finale Niederlage und die Gründe dafür.</p>
<p><strong>Fehlende Streitkultur</strong></p>
<p>Es ist ein Verlust auf vielen Ebenen. Es geht nicht nur um einen Statusverlust. Die Dresdner Elblandschaft ist sicher auch ohne Welterbe-Prädikat bezaubernd. Auch wenn ich im fatalen Bürgerentscheid von 2005 für den Bau der Brücke gestimmt habe, würde ich dies heute anders entscheiden. Dass die Elblandschaft ihren naturnahen Charakter mit dem Bau der Brücke verlieren wird, darüber bin ich mir mittlerweile sicher.<br />
Am Ende dieses Streits um den Brückenbau beklage ich vor allem die fehlende Diskursivität in dieser Stadt und das Versagen demokratischer Strukturen. Entscheidungsfindung scheint auf dem Recht des Stärkeren zu beruhen, nicht auf ständig sich erneuernder Reflexion über Bedingungen und Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Gegebenen.</p>
<p>So ähnlich konstatiert auch Hans-Peter Lühr in seiner Vorbemerkung zum jüngsten Dresdner Heft seine Enttäuschung über die Entwicklung im Fall &#8216;Waldschlösschenbrücke&#8217;. Ausgabe 94 der Dresdner Hefte ist denn auch sinnigerweise den &#8216;Dresdner Elbbrücken in acht Jahrhunderten&#8217; gewidmet.</p>
<p><strong>Von der &#8216;Fata Morgana&#8217; zur Realität</strong></p>
<p>Im Rahmen der Geschichte der Dresdner Elbbrücken hat die Waldschlösschenbrücke seit dem Auftreten der ersten Planungen im Jahr 1935 etwas Märchenhaftes. Ich meine damit, dass das Projekt über sechzig Jahre lang wie eine Fata Morgana am Elbufer stand und aufgrund seiner Überdimensioniertheit trotz aufwendiger Baugrunduntersuchungen im Dritten Reich nicht zur Realisierung gekommen ist.</p>
<p>Über drei Jahrzehnte später wird eine Brücke im Waldschlösschenareal in den Generalverkehrsplan der Stadt Dresden aufgenommen. Damit war man im Jahr 1970 wieder auf das Dresdner Schlossgespenst aufmerksam geworden. Ende der siebziger und Mitte der achtziger Jahre kommt es zu mehreren Umplanungen, die 1988 das Finale erreichen. Das Ministerium für Verkehrswesen der DDR beschließt den Bau einer Brücke für die Zeit nach 1990.</p>
<p>Über die Vollstreckung des Verdikts über die Dresdner Kulturlandschaft seit der politischen Wende gibt die &#8216;Chronik von Planung und öffentlicher Auseinandersetzung&#8217; zum Bau der Waldschlösschenbrücke im neuesten Dresdner Heft (S. 70 ff.) vorzügliche Auskunft.</p>
<p><strong>Der Schiedsrichter verlässt das Feld</strong></p>
<p>Im Jahr 2005 wurde das Welterbe-Kuratorium als Gremium ins Leben gerufen, dessen 20 Mitglieder die Bewahrung und Weiterentwicklung des Dresdner Welterbes aktiv betreiben sollten. Gestern hatten die Mitglieder eine Pressekonferenz anlässlich der bevorstehenden Entscheidung der Unesco zum Dresdner Welterbe zum Anlass genommen, das finale Versagen der Verwaltung und der Politik offenkundig werden zu lassen.</p>
<p>Das Dresdner Welterbe-Kuratorium mit seinem Vorsitzenden Ingo Zimmermann sehe keine Möglichkeit mehr sein Mandat wahrzunehmen, hieß es bei der heutigen Pressekonferenz. Deshalb wollen die Mitglieder von ihrem Mandat entbunden werden. Sowohl Ministerpräsident Tillich, als auch Bundeskanzlerin Merkel und die designierte Oberbürgermeisterin Orosz ließen keinen Zweifel am Weiterbau der Brücke und am einkalkulierten Verlust des Welterbetitels aufkommen.</p>
<p>Mitte Mai habe das Kuratorium einen Brief an den Nachfolger Milbradts geschrieben und um ein Gespräch über die prekäre Lage gebeten. Er sei unbeantwortet geblieben.</p>
<p>Michael Brey</p>
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		<title>Und weiter gehts im Sauseschritt - Der Dresdner Postplatz</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 20:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Architektur]]></category>

		<category><![CDATA[Orte]]></category>

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		<description><![CDATA[Weitere drei Hotels mit 520 Zimmern und einer Tiefgarage mit 235 Stellplätzen sind an der Westseite des Dresdner Postplatzes geplant. Zudem solle dort auch ein Seniorenheim Platz finden. Das Großprojekt mit 70 Millionen Euro Investition soll unter Federführung der Wiener Aaron Holding AG realisiert werden. Die drei Hotels sollen sich über 18.500 qm Fläche erstrecken, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weitere drei Hotels mit 520 Zimmern und einer Tiefgarage mit 235 Stellplätzen sind an der Westseite des Dresdner Postplatzes geplant. Zudem solle dort auch ein Seniorenheim Platz finden. Das Großprojekt mit 70 Millionen Euro Investition soll unter Federführung der Wiener Aaron Holding AG realisiert werden. Die drei Hotels sollen sich über 18.500 qm Fläche erstrecken, so die Dresdner Neuesten Nachrichten im Lokalteil vom 1.07.08. Das Seniorenheim wird etwa 6.000 qm Fläche haben.</p>
<p>Für das Konzept der Bebauung ist der Bebauungsplan aus dem Jahr 2000 grundlegend, der sich wiederum am Wettbewerbsentwurf von Joachim Schürmann aus den 90er Jahren orientiert.</p>
<p>Michael Brey</p>
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		<title>Rallye Dresden - Breslau 2008</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 16:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Am 28. Juni ertönte vor der betörenden Silhouette der Dresdner Altstadt der Startschuss zu einer der härtesten Rallyes in Europa. Fahrer aus 14 Nationen legen bis 5. Juli unter schwierigsten Bedingungen insgesamt 2.200 km zurück. Dabei stellen die 1.600 offroad-km mit steilen Auf- und Abfahrten, Wasserdurchfahrten, Schrägfahrten und tiefen Schlammpassagen die größten Herausforderungen dar.
Michael Brey
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img style="vertical-align: middle;" src="http://www.brey-kunstkultur.de/pics/rallye_dresden_breslau.gif" alt="Rallye Dresden - Breslau" width="350" height="263" /></p>
<p style="text-align: justify;">Am 28. Juni ertönte vor der betörenden Silhouette der Dresdner Altstadt der Startschuss zu einer der härtesten Rallyes in Europa. Fahrer aus 14 Nationen legen bis 5. Juli unter schwierigsten Bedingungen insgesamt 2.200 km zurück. Dabei stellen die 1.600 offroad-km mit steilen Auf- und Abfahrten, Wasserdurchfahrten, Schrägfahrten und tiefen Schlammpassagen die größten Herausforderungen dar.</p>
<p>Michael Brey</p>
]]></content:encoded>
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		<title>18. Elbhangfest</title>
		<link>http://brey-kunstkultur.de/blog/2008/06/30/18-elbhangfest/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 20:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende fand das 18. Elbhangfest unter dem Motto &#8220;Dreht sich&#8217;s zünftig, dreht sich&#8217;s künftig&#8221; statt. Wie jedes Jahr war es auch dieses Mal wieder ein Fest der Superlative. Etwa 400 Veranstaltungen belebten vom 27. bis zum 29. Juni die sieben Kilometer lange Festmeile. Die Organisatoren sprechen von etwa 80.000 Gästen.
Die Veranstaltungen reichten von Ausstellungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende fand das 18. Elbhangfest unter dem Motto &#8220;Dreht sich&#8217;s zünftig, dreht sich&#8217;s künftig&#8221; statt. Wie jedes Jahr war es auch dieses Mal wieder ein Fest der Superlative. Etwa 400 Veranstaltungen belebten vom 27. bis zum 29. Juni die sieben Kilometer lange Festmeile. Die Organisatoren sprechen von etwa 80.000 Gästen.</p>
<p>Die Veranstaltungen reichten von Ausstellungen, Konzerten, Theatervorstellungen bis zu Lesungen in den Gärten der Bewohner. In den historischen Ortskernen und auf der Loschwitz und Pillnitz  verbindenden Pillnitzer Landstraße boten Märkte und bunte Stände Antiquitäten, Holzschnitzereien, Kleidung und vor allem viel zum Essen und Trinken an.</p>
<p>Bei all der Betonung des Traditionellen und einer gewissen vergangenheitsbezogenen heilen Welt, fielen doch zahlreiche Fahnen an den Häusern mit der Aufschrift &#8216;Welterbe erhalten&#8217; auf. Schade, dass diese Dissonanz von den Veranstaltern so völlig ausgeklammert worden ist.</p>
<p>Michael Brey</p>
]]></content:encoded>
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		<title>August der Starke - Darf ein König lächeln?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 14:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Personen]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Frage scheint aus heutiger Perspektive leicht mit einem &#8216;ja&#8217; zu beantworten zu sein. Werfen wir einen Blick in das Frankreich Ludwigs XIV., dann geraten wir in eine völlig andere Welt.
Bernini hatte im Jahr seines Frankreichaufenthalts (1665) eine Büste Ludwigs XIV. geschaffen, die einen neuen Standard der Herrscherdarstellung setzte. Die Büste befindet sich in Versailles.
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage scheint aus heutiger Perspektive leicht mit einem &#8216;ja&#8217; zu beantworten zu sein. Werfen wir einen Blick in das Frankreich Ludwigs XIV., dann geraten wir in eine völlig andere Welt.</p>
<p>Bernini hatte im Jahr seines Frankreichaufenthalts (1665) eine Büste Ludwigs XIV. geschaffen, die einen neuen Standard der Herrscherdarstellung setzte. Die Büste befindet sich in Versailles.</p>
<p>Der junge Herrscher wendet seinen stolzen Blick vom Betrachter ab, Ludwig scheint geradezu über den Betrachter hinwegzublicken.<br />
Würde und Gelassenheit des leicht unterkühlten Gesichtsausdrucks entsprechen den Forderungen des französischen Großen Stils. In eigentümlich römisch-barocker Art hingegen dramatisiert Bernini die Figur durch stark gewellte Haarlocken. Auch die im lebhaften Wechselspiel von Licht und Schatten stehenden tiefen Falten des einen Schuppenpanzer bedenkenden Gewandes stehen im Gegensatz zum gelassenen Gesichtsausdrucks des Königs.</p>
<p>Während seines Aufenthalts in Frankreich stellte Bernini sich immer mehr in Gegensatz zum französischen Klassizismus. Die von ihm geplante, neue Fassade für den Louvre wird aufgrund ihrer Bewegtheit und Plastizität als unpassend empfunden. Als Bernini Jahre später ein Reiterstandbild für den König entwirft, findet es keineswegs das Wohlgefallen Ludwigs. Tatsächlich soll das Reiterstandbild aufgrund eines unschicklichen Lächelns des Königs abgelehnt worden sein. Ludwig ließ sich gerne mit dem Ausdruck würdevoller Gelassenheit oder - in Schlachtenbildern - voll leidenschaftlicher Kühnheit darstellen.</p>
<p><strong>DER FRANZÖSISCHE ABSOLUTISMUS</strong></p>
<p>Hier lohnt ein Blick auf die Genese der französischen Variante des Absolutismus.</p>
<p>Die französischen Stände hatten Ludwig in der politisch so unruhigen Zeit des ausgehenden 30-jährigen Krieges und des blutigen Bürgerkriegs in England die geeignete Vorlage gegeben um ihre Macht während der Fronde in die Schranken zu weisen. Dieser fünf Jahre dauernde Bürgerkrieg in Frankreich hatte seine Wurzeln in der zunehmenden Beschränkung der Macht der Aristokratie und der gesetzgebenden Körperschaften, der &#8220;Parlements&#8221;. Richelieu, Mazarin und die für ihren Sohn regierenden Königin Anna von Österreich standen im Gegensatz zu den Ständen.</p>
<p>Am Ende dieser dramatischen fünf Jahre blieben das Königtum und der Erste Minister Mazarin siegreich. Die Aristokratie und die Parlemente hatten aufgrund zu großer Eigeninteressen und vehementer Rivalitäten untereinander ihre relativ starke Ausgangsstellung verloren. Mußten Mazarin und Anna von Österreich im Frieden von Rueil (1.4.1649) noch weitgehende Zugeständnisse an die Fronde machen, so endeten die Auseinandersetzungen mit dem Einzug des Königs in Paris (21.10.1652) auf triumphale Weise zugunsten der Monarchie.</p>
<p>In der Kunst findet dieses Selbstverständnis der absoluten Machtentfaltung schon früh seinen Ausdruck und sein williges Instrument. Während der König die politischen Entscheidungen vor allem auf neu gegründete Ausschüsse und Gremien verlagerte, hatten die zahlreichen neu gegründeten Akademien die Aufgabe Kunstpolitik im Sinne des Königs zu machen. Charles Le Brun spielte innerhalb des entstehenden Akademiebetriebs die Hauptrolle und konnte im Verlauf von drei Jahrzehnten dem Kulturleben unter Ludwig XIV. eine klare Form geben. Dieser französische Klassizismus wurde für den Rest Europas verbindlicher Ausdruck der Gloire des französischen Königs und damit zugleich des französischen Staates.<br />
Bildhauer wie Girardon und Coysevox und Maler wie Rigaud, Mignard und Coypel erhielten fortan auch Aufträge auswärtiger Herrscher.</p>
<p><strong>AUGUST DER STARKE</strong></p>
<p><img class="alignleft" style="float: left; margin-left: 20px; margin-right: 20px;" src="http://brey-kunstkultur.de/pics/silvestre_august.jpg" alt="Louis de Silvestre, August der Starke; Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden" width="231" height="340" />Auch August der Starke hatte zahlreiche französische Künstler mit Aufträgen bedacht. Die Orientierung an der französischen Kunst wird vor allem bei der Berufung von Louis de Silvestre deutlich.</p>
<p>Louis de Silvestre durchlief die klassische französische Ausbildung, bevor er 1716 an den Hof August des Starken nach Dresden berufen wurde. Nach seiner Ausbildung bei Le Brun und Bon Boullongne ging er 1693 durch Förderung der Académie royale de peinture et de sculpture nach Rom und wurde dort vom Klassizisten Carlo Maratti stark beeinflußt. Nach Frankreich zurückgekehrt, wird er 1702 in die Académie aufgenommen und vier Jahre später Professor an dieser Einrichtung. Als Hofmaler in Dresden weicht er jedoch in signifikanter Weise von den Porträts seiner französischen Kollegen ab.<br />
In den Dresdner Bildern Silvestres wird immer stärker ein flämischer Einfluß spürbar, die Porträts erhalten einen intimeren Charakter. Vor allem die Porträts Augusts des Starken in den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden und auf dem Wawel in Kraków zeigen einen König mit gelöstem Gesichtsausdruck, dem auch ein leichtes Schmunzeln nicht versagt wird. Auch auf einer Stadtführung in Dresden ist bis heute noch die Gelassenheit und Diesseitigkeit des augusteischen Zeitalters spürbar, wenn man sich das Porträt des Königs am Dresdner Fürstenzug betrachtet.</p>
<p style="text-align: right;">Michael Brey</p>
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