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Für Aktive: Dresden Total

Vom Hauptbahnhof bis Pfunds Molkerei
Dauer: 5 Stunden  |  Max. Teilnehmerzahl: 25 Personen  |  Preis: 199 Euro (inkl. Mwst.)

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Erst bei einem Rundgang von der Altstadt in die Neustadt eröffnet sich die ganze Vielfalt der sächsischen Landeshauptstadt. Der geschäftige Hauptbahnhof und die Prager Straße bilden einen Kontrast zum Residenzbereich, die sozialistische Prachtarchitektur des Altmarkts zu den rekonstruierten Bürgerhäusern des Neumarkts. Überqueren wir die Elbe kommen wir in die Dresdner Neustadt mit ihren beiden unterschiedlichen Hälften: der eher bürgerlich kultivierten Inneren Neustadt mit viel Barock und guten Geschäften und der szenig-schrillen Äußeren Neustadt.

 

Es gibt viel zu sehen!

 

An wenigen Stellen in Deutschland wurde in den letzten 20 Jahren so viel gebaut wie im linkselbisch liegenden Dresdner Stadtzentrum. Lassen Sie uns am Hauptbahnhof beginnen. Mit seinem neuen teflonbespannten Glasfaserdach von Sir Norman Foster erstrahlen die ehemals düsteren Gleisbereiche heute im Tageslicht. Während der Umbau der Ankunftshalle des Hauptbahnhofs zum Shoppingcenter noch in vollem Gange ist und auch der davor liegende Wiener Platz noch einen unfertigen Eindruck macht, sind die Einkaufstempel in der Prager Straße von buntem Leben erfüllt. Gleich zum Auftakt entdecken wir die im Bodenpflaster verewigten Namen der Gruppe der 20. An dieser Stelle stießen die Dresdener Demonstranten am 8. Oktober 1989 auf die Volkspolizei und es kam glücklicherweis zum historischen Dialog zwischen den Demonstranten und der Staatsmacht. Von der Prager Straße aus gelangen wir zu einem besonderen Juwel. Hinter der im Dresdner Volksmund als „Langer Dampfer“ bezeichneten 240m langen Wohnzeile am Prager Platz entdecken wir das Ufa Kino von Coop Himmelb(l)au. Der dekonstruktivistische Glas-Beton-Körper zählt zu den aufregendsten und eindrucksvollsten Dresdner Gebäuden der letzten 20 Jahre.

 

Der Dresdner Altmarkt führt uns in die schwierigsten Jahre der unmittelbaren Nachkriegszeit, als Fragen des Wiederaufbaus, der Sicherung menschlicher Grundbedürfnisse und des politischen Neuanfangs gemeistert werden mussten. An keiner anderen Stelle mit Ausnahme der Karl-Marx-Allee in Berlin zeigt sich der gesellschaftliche und kulturelle Anspruch des Neuen Deutschland besser als am Dresdner Altmarkt. Wir gehen ausführlich auf die Entstehung der aufwändigen Wohnzeilen ein, die mit ihren Erkern, Dachgauben, Giebeln, Arkaden und Satteldächern an der Dresdner Barockarchitektur als regionaltypischem Vorbild orientiert sind. So entstand in den 50er Jahren eine neue Altstadt, die heute aufgrund ihrer historisierenden Bauweise weniger unter Imageproblemen zu leiden hat als die großmaßstäblichen Bauten der Nachkriegsmoderne in der Prager Straße.

 

Der Neumarkt erscheint uns als eine originalgetreue Nachbildung der im Zweiten Weltkrieg untergegangenen Bausubstanz. Tatsächlich verbirgt sich aber hinter den rekonstruierten Fassaden eine zeitgemäße Struktur und Nutzung. Entstanden ist ein neuer Stadtteil im alten Gewand. Detailliert schildern wir den Wiederaufbau dieses Stadtquartiers und der Frauenkirche. Eng verbunden mit der Geschichte der Dresdner Stadtmauer ist das ehemalige Zeughaus, das seit dem 19. Jahrhundert als Museum genutzt wird und als Albertinum bekannt ist. Mit Staunen betreten wir das riesige Besucherfoyer, über dem die neuen Restaurierungswerkstätten als „Arche“ schweben. Von dort aus gelangen wir auf die „Brühlsche Terrasse“ und entspannen uns beim Blick über die Elbe. Vor unseren Augen lassen wir auch die „Brühlschen Herrlichkeiten“ lebendig werden, die der kunstsinnige Premierminister Brühl auf der Stadtmauer Mitte des 18. Jahrhunderts entstehen ließ. Beim Spaziergang über die Brühlsche Terrasse zieht uns die katholische Hofkirche magisch an. Wir fragen uns, wie nach der Reformation wieder eine erste katholische Kirche in Sachsen entstehen konnte. Die Residenz selbst betreten wir über den Kleinen Schlosshof, der von einer spektakulären Stabwerkskuppel überwölbt ist. Das benachbarte Taschenbergpalais gehört streng genommen zum Schloss, da es als Mätressen- und später als Kronprinzenpalais diente. Die wechselvolle Geschichte des Gebäudes und seiner Bewohner wird uns faszinieren. Ganz festlich geht es im Zwinger zu, der eigentlich als Orangerie gebaut wurde. Die Semperoper gehört nicht nur aufgrund der Assoziation mit einer bekannten, wohlschmeckenden Biermarke zu den bekanntesten Gebäuden der Stadt. Warum es das dritte Sempersche Opernhaus an dieser Stelle ist, verraten wir auf unserem Rundgang. Nun ist es Zeit für eine kleine Pause, die wir in einem Biergarten oder einem netten Kaffee auf der anderen Elbseite verbringen können.

 

Danach entdecken wir gestärkt die Innere und Äußere Neustadt. Wie zwei ungleiche Schwestern tragen sie den gleichen Namen. Die eine kommt teils im barocken Gewand daher, bietet als Accessoires zudem Kunstgalerien, gute Geschäfte und Restaurants. Ihrer Sprache hört man eine gediegene Erziehung an. Die Äußere Neustadt dagegen liebt das Ausgefallene, Schrille und Szenige. Auch dort gibt es viele kleine Geschäfte und noch mehr Restaurants, so viele, dass man dort ganze Nächte verbringen möchte.
Wir beginnen den Rundgang am Goldenen Reiter, wo wir dem schmunzelnden August dem Starken in die Augen sehen. Sein Weg führt ihn durch die Hauptstraße, zu der wir nach einem Spaziergang durch die barocke Königstraße wieder zurückkehren. Die Dreikönigskirche und die Markthalle am nördlichen Ende sind auf jeden Fall noch einen Besuch wert.
Weiter geht es durch die Alaunstraße in die Kunsthofpassagen der Äußeren Neustadt. Dort lassen wir die bunten Innenhöfe intensiv auf uns wirken. Wer möchte, kann gleich dort seine ermüdeten Glieder bei einem guten Bier oder Kaffee entspannen oder individuell und inspiriert weiter auf Entdeckungsreise gehen.

WAS WIR SEHEN: Hauptbahnhof - Prager Straße - Ufa Kino - Altmarkt - Kreuzkirche - Neumarkt - Frauenkirche - Brühlsche Terrasse - Albertinum - Fürstenzug - Hofkirche - Residenzschloss - Taschenbergpalais - Zwinger - Theaterplatz mit Semperoper - Augustusbrücke - Canalettoblick - Japanisches Palais - Goldener Reiter - Hauptstraße - Rähnitzgasse - Königstraße - Dreikönigskirche - Markthalle - Albertplatz - Alaunstraße - Kunsthofpassage

 

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Fon 0351/219 30 778

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